Montag, 2. Mai 2016

Love Letters to the Dead von Ava Dellaira (Rezension)

Inhalt
Es beginnt mit einem Brief. Laurel soll für ihren Englischunterricht an eine verstorbene Persönlichkeit schreiben. Sie wählt Kurt Cobain, den Lieblingssänger ihrer verstorbenen Schwester May, die ebenfalls viel zu früh starb. Aus dem ersten Brief wird eine lange Unterhaltung mit toten Berühmtheiten wie Janis Joplin, Amy Winehouse oder Heath Ledger. Denn die Toten verstehen Laurel besser als die Lebenden. Laurel erzählt ihnen von der neuen Schule, ihren neuen Freunden und Sky, ihrer großen Liebe. Doch erst, als sie die Wahrheit über sich und ihre Schwester May offenbart, findet sie einen Weg zurück ins Leben und kann einen letzten Brief an May schreiben. 

Informationen
"Love Letters to the Dead" von Ava Dellaira erschien am 23. Februar 2016 als Hardcover für 17,99 € im cbt-Verlag. Das Buch ist unter anderem beim Verlag oder bei amazon.de erhältlich. Außerdem wird am 9. Januar 2017 eine Taschenbuchausgabe erscheinen. 
Meine Meinung
Ich wollte das Buch schon seit einer sehr langen Zeit lesen, schließlich schwärmt so gut wie jeder davon. Deshalb war ich auch ziemlich aufgeregt, als ich das Buch endlich in der Hand hielt und mit dem Lesen starten konnte.

Das Buch ist, wie der Titel vermuten lässt, in Briefform geschrieben. In diesen schreibt die Protagonistin Laurel aus der Ich-Perspektive an berühmte, bereits verstorbene Persönlichkeiten aus den verschiedensten Branchen.
Sie erzählt über ihr Leben und öffnet sich nach und nach mehr, bis man schließlich alles über Laurels Vergangenheit und die Todesumstände ihrer Schwester weiß. 

Mit Laurel hatte ich zunächst ein paar Probleme. Sie schien während der ersten Kapitel sehr unnahbar, allerdings legt sich dies mit der Zeit. Trotzdem hatte ich stets das Gefühl, dass ich ihr nicht tief genug in die Seele schauen konnte. Die Nebencharaktere hingegen haben mich tief beeindruckt, jeder hatte für mich viele Facetten und Vielschichtigkeiten und eine ganz besondere Geschichte. 
Zwar war das bei Laurel auch der Fall, doch trotzdem hat mich das Leben der Nebencharaktere im Endeffekt irgendwie mehr in den Bann gezogen als ihres.

Das mag vielleicht daran liegen, dass die Geschichte recht vorhersehbar war. Natürlich erwartet man bei einer Geschichte über das Leben einer 15-Jährigen keine unbändige Spannung, aber ein bisschen mehr hätte die Autorin meiner Meinung nach schon daraus machen können. Das liegt vor allem daran, dass das Buch enorme Parallelen zu "Das also ist mein Leben" von Stephen Chbosky hat, das, wie ihr vielleicht wisst, mein Lieblingsbuch ist. 
So hat mir zwar auch die Handlung von "Love Letters to the Dead" zugesagt, doch trotzdem waren die Ähnlichkeiten für meinen Geschmack zu groß.

Die verstorbenen Persönlichkeiten, die die Autorin ausgewählt hat, fand ich allesamt toll. Über einige wusste ich schon vieles, über andere nur sehr wenig. Ich fand es super, dass man bei jeder Person vieles über das Leben und den Tod erfahren hat, so konnte ich auch noch einiges dazulernen.

Alles in allem ist "Love Letters to the Dead" ein schönes Jugendbuch mit tollen Charakteren. Doch aufgrund kleinerer Längen und zu vielen Parallelen zu "Das also ist mein Leben" ziehe ich jedoch einen Punkt ab. So bekommt das Buch von mir 4 von 5 Schwalben.

Alles Liebe, Laura

1 Kommentar:

  1. Hey Laura,
    ich war die ganze Zeit am hadern bei dem Buch, jetzt ist es erst gestern auf meine Wunschliste gerückt und obwohl du es gut bewertest, tendiere ich schon wieder dazu es von der WuLi runter zu nehmen ^^ Auf das Buch "Das also ist mein Leben" hast du mich aber neugierig gemacht :D

    Liebe Grüße,
    Jenni

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