Freitag, 18. März 2016

Spannender Fantasyroman: "Witch Hunter" von Virginia Boecker (Rezension)

Inhalt 
Als die 16-Jährige Elizabeth mit einem Bündel Kräuter gefunden wird, das ihr zum Schutz dienen soll, wird sie in den Kerker geworfen und der Hexerei angeklagt.
Doch wider Erwarten retten weder Caleb, ihr bester Freund und heimlicher Schwarm, noch ihr Lehrmeister Blackwell sie vor dem Scheiterhaufen. Stattdessen befreit sie in letzter Sekunde ein ganz anderer: Nicholas Perevil, der mächtigste Magier des Landes und Erzfeind aller Hexenjäger. Er lässt sie heilen und lässt nimmt sie bei sich und den Magiern auf. Denn längst ist im Hintergrund ein Machtkampf entbrannt, und Elizabeth spielt darin eine Schlüsselfigur.  Nun muss sie entscheiden, wo ihre Loyalitäten liegen.
Informationen 
"Witch Hunter" von Virginia Boecker erschien am 18. März 2016 als Hardcover im dtv-Verlag. Das Buch kostet 17,95 €, kaufen könnt ihr es beispielsweise bei dtv oder amazon.de.
Meine Meinung 
Da ich vor "Witch Hunter" noch nie ein Buch gelesen habe, in dem es um Hexen geht, war ich recht verunsichert, bevor ich damit begann. 
Ich fragte mich, ob ich mit dieser Thematik klar kommen und ob sie mir gefallen würde, gerade weil mir die Fantasybücher, die ich in letzter Zeit las, nicht sehr gut gefallen haben.
Trotzdem habe ich mich sehr auf das Buch gefreut und konnte es kaum erwarten, mit dem Lesen zu beginnen.

Der Einstieg in die Geschichte fällt sehr leicht, zunächst lernt man die Protagonistin Elizabeth besser kennen und erhält eine Einführung in ihre Welt.
Die Geschichte trägt sich nämlich im Jahre 1582 zu, in einem fiktiven Königreich namens Anglia. 
Ein junger König ist an der Macht, der das Reich kaum unter Kontrolle hat. Elizabeth ist vom Inquisitor des Landes rekrutiert worden und arbeitet seitdem gemeinsam mit ihrem besten Freund Caleb als Hexenjägerin, denn Hexerei ist im Land verboten und jeder, der sie ausübt, wird auf dem Scheiterhaufen verbrannt. 

Die ersten einhundert Seiten flogen bei mir nur so dahin, ich habe Elizabeth auf Anhieb gemocht. denn trotz ihrer harten Schale hat sie einen weichen Kern, außerdem ist sie nicht die typische, perfekte Protagonistin, sondern hat auch Schwächen, die sie im Laufe der Geschichte bekämpfen muss. Dadurch kommt auch eine durchgängige Spannung auf, die sich tatsächlich durch das gesamte Buch zieht. Man möchte stetig erfahren, wie es weiter gehen und was Elizabeth zustoßen wird.

Obwohl die ersten hundert Seiten eher als eine Einführung in die Geschichte gesehen werden können, wird das Interesse an dem Buch unmittelbar geweckt. Danach begleiten wir Elizabeths Verhaftung, und ihre Rettung durch den Zauberer Nicholas Perevil, den Erzfeind ihres Lehrmeisters Blackwell. Er rettet sie und bald muss Elizabeth erfahren, dass sie Teil einer Prophezeiung ist, die sie unbedingt erfüllen muss. Warum, möchte ich an dieser Stelle nicht sagen, schließlich soll die Geschichte für jeden von euch spannend bleiben. 

Die Spannung wird auch von der Erzählweise getragen, denn wir begleiten die Protagonistin mitten im Geschehen, sie erzählt im Präsens, was ihr widerfährt. Ich finde, dass diese Art zu erzählen in vielen Büchern zu kurz kommt, denn dadurch kann viel Spannung und vor allem Authentizität gewonnen werden. 

Ich mag die Charaktere allesamt sehr gern, neben Elizabeth auch Nicholas' Freunde, die sie kennenlernt. Jeder einzelne Charakter ist anders, hat Ecken und Kanten und ist besonders. 
Selbst die Bösewichte sind sehr gut dargestellt worden, sodass es viel Spaß macht, gemeinsam mit
Elizabeth und ihren neu gewonnen Freunden der Prophezeiung auf den Grund zu gehen.

Es gibt im Laufe des Buches einige Wendungen, die ich nicht vorhersehen konnte.
Das hat mir besonders gut gefallen, denn zuletzt fiel mir auf, dass die meisten Jugendbücher dem gleichen Schema folgen und ich die Plot Twists meistens schon zu Beginn erahnen kann.
Virginia Boecker ist es jedoch gelungen einige überraschende Wendungen niederzuschreiben, die mir allesamt gut gefallen haben, vor allem, weil sie immer sinnvoll eingesetzt wurden. 

Die Atmosphäre, die in dem Buch herrscht, empfinde ich als einzigartig.
Durch die mittelalterliche Welt, in der Magie und Hass eine gleichermaßen große Rolle spielen, wurde eine mysteriöse, spannende und dunkle Atmosphäre erschaffen, die das Buch meiner Meinung nach besonders auszeichnet. 

Und obwohl ich nicht de größte Fan von Liebesgeschichten bin, hat mir die, die in "Witch Hunter" erzählt wird, außerordentlich gut gefallen. Sie nimmt nicht allzu viel Raum ein sondern bleibt eher im Hintergrund, verschwindet aber dennoch nicht völlig. Ich kann Elizabeths Gefühle sehr gut nachvollziehen, nicht nur in Bezug auf die Liebesgeschichte. Gerade ihre bereits erwähnten Schwächen machen die Geschichte greifbarer.

Der Showdown hat es in sich, denn selbst als Leser ist man sich nicht sicher, was gerade wirklich passiert. Elizabeth beweist ein mal mehr viel Mut, den man bei anderen Protagonistinnen in Jugendbüchern oft vergebens sucht. 
Fazit Vielen 
Obwohl mich das Buch sehr überzeugen konnte und mir gut gefallen hat, ist der letzte Funke nicht ganz übergesprungen, weshalb ich "Witch Hunter" von Virginia Boecker mit 4 von 5 Schwalben bewerte.
Trotzdem empfehle ich dieses Buch jedem, der gern im Genre Jugendbuch liest, und ziemlich sicher werden hier auch Lesemuffel auf ihre Kosten kommen. 
Ich freue mich schon darauf, den zweiten Band hoffentlich bald in den Händen zu halten!
VielenDank... 
An die Thalia-Buchhandlung in Hamburg. Dort bin ich als junger Buchprofi aktiv und habe dieses Buch zur Verfügung gestellt bekommen. Mehr Informationen findet ihr hier.
Alles Liebe, Laura


Kommentare:

  1. Hey Laura,
    sehr schöne Rezension.
    Meins wurde heute geliefert <3 freu mich schon sehr, wenn ich heimkomme! >.<
    Hoffe es wird mich umhauen, habe ziemlich große Erwartungen daran.
    Liebe Grüße,
    Leni

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    1. Hallo Leni,

      Vielen Dank und viel Spaß beim Lesen! :)

      Liebe Grüße,
      Laura

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  2. Hallo Laura,
    tolle Rezension, das Buch möchte ich bald auch noch unbedingt lesen.
    Liebste Grüße
    Tessa von ausrittinsbuecherland.blogspot.com

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    1. Hey Tessa,

      vielen Dank! :)

      Liebe Grüße,
      Laura

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  3. Hallo Laura,

    schöne Rezension. Mich konnte das Buch auch sehr überzeugen.
    Wie du mag ich es fast schon lieber, wenn ein buch im Präsens geschrieben ist, weil man einfach näher an der Geschichte dran ist. ^^ Präteritum ist eher das Klassische, weshalb ich auch nichts dagegen habe. ^^
    Ich vermute, Anglia ist stark an das historische England angelehnt worden, schließlich heißt die Stadt ja auch London.
    Elizabeth ist eine tolle, tiefgründige Protagonistin und ich bin schon gespannt auf den zweiten Teil!

    Liebe Grüße ♥

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    1. Hey Dana,

      Das freut mich!
      Ja, die Vermutung hatte auch -
      Ich hoffe, dass wir im zweiten Band noch mehr dazu erfahren werden. :)

      Liebe Grüße,
      Laura ♥

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  4. Hallo Laura,
    danke für deine Kommentare auf meinem Blog!
    Deine Rezension zu Witch Hunter gefällt mir und ich finde es auch schön, dass du das Buch auch mochtest. Ich habe es geliebt und kann den zweiten Band kaum erwarten. Elizabeth ist mir auch sehr sympathisch und die Liebesgeschichte fand ich auch hinreißend.

    Ich hoffe, du hattest schöne Ostern!
    Liebe Grüße,
    Noemi

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