Freitag, 26. Februar 2016

Wahrheit ist eine Frage der Perspektive: "Die Wahrheit über Amy" von Jennifer Mathieu (Rezension)

Inhalt
Die Gerüchte über Amy kommen nach einer Party auf, bei der sie Sex mit zwei Jungs gehabt haben soll. Schlimm genug, doch dann verunglückt einer der beiden Jungs bei einem Autounfall tödlich, und Amy wird beschuldigt. Die Hexenjagd wird immer unbarmherziger, sogar ihre beste Freundin Kelsie wendet sich von ihr ab, und der Einzige, der die Wahrheit sagen könnte, hat zu viel Angst.




Informationen
"Die Wahrheit über Amy" von Jennifer Mathieu erschien am 19. Februar 2016 als Taschenbuch für 9,99 € im dtv-Verlag. Kaufen könnt ihr das Buch beispielsweise beim dtv-Verlag oder bei amazon.de.
Meine Meinung
Schon der Klappentext des Jugendromans von Jennifer Mathieu hat mich neben der tollen Gestaltung des Covers sehr angesprochen, weswegen ich das Buch unbedingt lesen wurde.

Dank des angenehmen Schreibstils der Autorin gelang mir der Einstieg in die Geschichte sehr gut. Sie verwendet viel Jugendsprache, um dem Leser die Figuren näher zu bringen, allerdings ohne mit diesem Element zu übertreiben. 

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Einige Mitschüler von Amy schildern ihre Meinungen und Geschichten zu den Vorkommnissen in der Kleinstadt Healy. Allesamt haben oder hatten in irgendeiner Weise etwas mit der Partynacht oder mit Amy selbst zu tun.
Jeder Charakter ist sehr besonders und hat eine tiefgründige Geschichte, die im Laufe des Buches enthüllt wird.

Dieser Faktor hat mir besonders zugesagt, da durch die Geheimnisse eine tolle Spannung aufgebaut werden konnte. Leider fehlte mir diese ansonsten im Buch doch etwas, da der Verlauf und die Erzählweise der Geschichte eher ruhig sind. 

Was die Charakterentwicklungen angeht, bin ich noch etwas zwiegespalten. Einige Charaktere schlagen eine wirklich tolle Richtung ein und ihre Entwicklungen haben mir gut gefallen. Allerdings gab es  Personen, die auch gegen Ende der Geschichte noch immer nicht zur Einsicht gekommen sind und, im übertragenden Sinne, auf der Stelle stehen geblieben sind. 

Zum einen hat mir das gut gefallen, da die Geschichte so noch realistischer geworden ist. Andererseits führte dieser Aspekt dazu, dass die Geschichte nicht wirklich abgeschlossen auf mich wirkte. Obwohl Amy nun die Identität desjenigen kennt, der von der Wahrheit weiß, änderte sich sonst nicht viel, wodurch ich das Gefühl hatte, dass die gut gestalteten Entwicklungen wieder revidiert wurden. 

Trotzdem ist "Die Wahrheit über Amy" meiner Meinung nach eine tolle Geschichte rund um Intrigen, Lügen und Freundschaft. Die Autorin hat es geschafft, diese drei ohnehin schon schwierigen Themen gut unter einen Hut zu bekommen und eine schöne Geschichte für die warmen Tage zu schaffen. Von mir bekommt das Buch 3 von 5 Schwalben.
Vielen Dank...
... an den dtv-Verlag für das tolle Rezensionsexemplar!
Alles Liebe,
Laura

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