Montag, 22. Februar 2016

Chaotischer Auftakt: "Digby #01" von Stephanie Tromly (Rezension)

Inhalt
Beschossen. Inhaftiert. Gekidnappt. Ein ganz normaler Tag mit Digby: Bei Digby muss man auf alles gefasst sein. Das war Zoe von dem Moment an klar, in dem sie Digbys Bekanntschaft machte. Nicht klar war ihr allerdings, dass sie damit auch von einer gefährlichen Situation in die nächste geraten würde. Denn Digby setzt alles daran, den Fall seiner kleinen Schwester aufzulösen, die vor acht Jahren entführt wurde. Wie er es aber anstellt, das Zoe bei einem Gynäkologen einbricht. kurzzeitig auf der Polizeiwache landet und an einen Drogenhändlerring gerät? Keine Ahnung. Nur eines weiß sie genau: Ein Plan B wäre jetzt sicher nicht verkehrt. 



Informationen
"Digby #01" von Stephanie Tromly ist der erste Band einer neuen Jugendbuch-Reihe und erschien am 22. Februar 2016 als Hardcover für 14,99 € im Oetinger-Verlag. Kaufen könnt ihr es beispielsweise bei Oetinger oder amazon.de.
Meine Meinung
Der Klappentext von "Digby #01" hat mich sehr interessiert, denn ich konnte mir nicht wirklich etwas unter der Geschichte vorstellen, Ein Jugendkrimi? Ein Contemporary-Roman? Oder eine unübersichtliche Mischung aus allem? 
Leider hat es den letzten der drei Punkte getroffen. 

Ich weiß gar nicht so wirklich, an welchem Punkt ich beginnen soll - wahrscheinlich wird meine Rezension genauso chaotisch wie das Buch selbst, also fangen wir am besten beim Inhalt an.

Es geht um Zoe, die von New York mit ihrer Mutter in eine amerikanische Kleinstadt zieht, nachdem ihre Eltern sich haben scheiden lassen. Sie ist sauer, weil sie eine normale Schule anstatt einer privaten besuchen muss und schmollt. 
Beim Nachsitzen trifft sie den immer einen Anzug tragenden und eindeutig psychisch auf der Kippe stehenden Digby, der immer alles besser weiß - ganz egal ob besser als Polizisten, Lehrer oder Freunde. Das ist übrigens nicht meine alleinige Interpretation des Charakters, auch die Protagonistin beschreibt ihn mit ähnlichen Worten. 

Digby reitet Zoe von einer Katastrophe in die nächste - und Zoe macht immer mit. Bei den ersten ein, zwei Malen konnte ich noch darüber schmunzeln, aber irgendwann wird es einfach zu viel des Guten. Nun könnte man denken, es sei vielleicht Liebe im Spiel - Aber Zoe steht auf den Mädchenschwarm Henry, allerdings ändert sie ihre Meinung über ihn ständig, sodass ich nie wirklich wusste, was sie gerade fühlt.

Sowieso ist Zoe eine ziemlich wankelmütige Protagonistin. Im ersten Moment sagt sie noch: "Du sollst mich nicht besuchen kommen", im nächsten: "Super, komm' um acht vorbei." Von diesem dauerhaft ambivalenten Verhalten abgesehen hat sie aber leider keinerlei nennenswerter Charaktereigenschaften, sodass sie mich mit ihrem Gemecker und ihrer Naivität schnell genervt hat.

Um bei den Charakteren zu bleiben, ich frage mich wirklich,warum Zoe in diesem Buch Protagonistin ist. Es geht die ganze Zeit ausschließlich um Digby, und meiner Meinung nach hätte er seine Geschichte selbst wesentlich besser erzählen können. Denn Zoe ist während der gesamten Handlung eigentlich nur schmückendes Beiwerk und auch nicht weiter hilfreich für ihn.

Ich würde euch eigentlich sehr gern etwas zum groben Handlungsverlauf sagen - allerdings ist mir das aufgrund der Undurchsichtigkeit unmöglich. Aufgrund des Klappentextes habe ich vermutet, dass es ausschließlich um den Kriminalfall von Digbys Schwester geht, doch dem ist nicht so. Es geht um ein Mädchen, das vor nicht allzu kurzer Zeit ebenfalls aus der Stadt verschwunden ist - und anstatt das Verschwinden von Digbys Schwester aufzuklären, kümmern sie sich um das des besagten Mädchens. Auf die Frage, was mit dem Mädchen passiert ist, erhält man auch eine (wenn auch sehr schwammige) Antwort, aber wo Digbys Schwester ist, bleibt unbekannt. Super. *Achtung, Ironie!*

Jetzt würde ich sehr gern etwas positives sagen können, wenigstens zum Schreibstil - Kann ich aber leider nicht. Der Stil wirkt hölzern und aufgesetzt, die konstruierten Szenen wirkten auf mich unecht und abgehackt. Die Gefühle und Reaktionen der Charaktere bleiben für den Leser unverständlich und das ganze Buch ist ein einziges Chaos.

Wie ihr also vielleicht bemerkt habt, "Digby #01" hat mich in der Tat nicht überzeugt. 
Ich gebe dem Buch 1,5 von 5 Schwalben - Aber nur, weil ich keine Bücher mit einer bewerten möchte.
Ich kann das Buch leider nicht weiter empfehlen.
Vielen Dank...
...an den Oetinger-Verlag und vorablesen.de für das Rezensionsexemplar.
Alles Liebe,
Laura

Kommentare:

  1. Huhu Laura!

    Oh je.... das nenn ich mal blöd gelaufen. Ich habs vor einigen Wochen schon mal kurz auf dem Radar gehabt, aber irgendwie konnte es mich nicht genug reizen. Nach deiner Rezension lass ich das wohl auch getrost erstmal. :)

    Liebe Grüße!
    Rebecca von http://book-a-loo.blogspot.de/

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    1. Hey Rebecca,

      Leider kann ich es wirklich nicht empfehlen...
      Vielleicht findest du ja in meinem kommenden Post zu den Neuerscheinungen im März eine schöne Alternative. :)

      Liebe Grüße,
      Laura

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  2. Schade, mich konnte das Buch ja damals begeistern.
    Allerdings denke ich, dass dieser Stil nicht unbedingt für jeden was ist. ^^

    Liebe Grüße
    Dana

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    1. Hallo Dana,

      Da hast du wahrscheinlich recht. :)

      Liebe Grüße,
      Laura

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  3. Hallo Laura,
    dafür das es ein solch chaotisches Buch war konnte ich deiner Rezension doch recht gut folgen! Und das Buch leider direkt von der Wunschliste streichen..
    Liebst,
    Phyllis von http://zeilensehnsucht.blogspot.de/

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    1. Hey Phyllis,

      das ist gut zu hören! :)
      Letzteres tut mir etwas Leid...
      Aber ich kann es leider wirklich gar nicht empfehlen.

      Liebe Grüße,
      Laura

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  4. Schade, dass dir das Buch so gar nicht gefallen hat! Bei mir ist es jetzt eingezogen und ich bin relativ gespannt, habe aber meine Erwartungen nicht ganz so hoch gesetzt ;)

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    1. Hallo Lena,

      Dann bin ich schon einmal sehr gespannt auf deine Meinung! :)

      Liebe Grüße,
      Laura

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  5. Also, ich finde diese Bewertung ist Schwachsinn! Denn das Buch ist wirklich gut. Ich habe es an einem Tag fertig gelesen, weil es so spannend war. Du findest das die Szenen unrealistisch sind. Ich finde das in den meisten Büchern die gut sind die Szenen unrealistisch sind. Ich meine es gibt Bücher über Zauberer so wie Harry Potter und ich behaupte jetzt mal das die Szenen dort wesentlich unrealistischer sind und trotzdem ist das Buch ein Riesenerfolg. Also ich werde das Buch Digby definitiv weiter empfehlen da es witzig und gleichzeitig spannend ist und genau das erwarte ich von einem Buch. Hoffentlich kommt noch ein zweiter Teil raus, auf den ich dann schon sehr gespannt bin.
    Deine Zoë
    Ps: Ich lese viel! Das heißt ich sollte ein gutes Buch erkennen.

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  6. Puuh, man merkt an deiner Rezension, dass du das Buch nicht wirklich verstanden hast. Wirklich sehr schade dann so gar kein gutes Haar an dem doch wirklich guten Buch zu lassen. Ich finde die Protagonisten ziemlich gut herausgearbeitet. Die meisten Jugendlichen sind in dem Alter doch auch alle noch sehr wankelmütig und ändern öfters ihre Meinung.
    Deine Kritik kann ich leider nicht wirklich nachvollziehen.

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