Montag, 28. Dezember 2015

Mord und Magie: "Black Blade - Das eisige Feuer der Magie" von Jennifer Estep (Rezension)


 Die 17-Jährige Lila Merriweather verfügt über außergewöhnliche Talente. Sobald sie einem Menschen in die Augen blickt, kann sie in dessen Seele lesen. Zudem beherrscht die Waise sogenannte Übertragungsmagie - jede auf sie gerichtete Magie macht sie stärker. Doch Lila hält ihre magischen Fähigkeiten geheim, denn sie hat einen gefährlichen Nebenjob: Sie ist eine begnadete Auftragsdiebin. Das Leben der freiheitsliebenden jungen Frau gerät allerdings aus den Fugen, als sie eines Tages den Sohn eines mächtigen magischen Familienclans vor einem Anschlag rettet und prompt als dessen neue Leibwächterin engagiert wird. Plötzlich muss sich Lila in der magischen Schickeria der Stadt zurechtfinden, wo Geheimnisse und Gefahren an jeder Ecke auf sie warten - ebenso wie ihre große Liebe.

"Black Blade - Das eisige Feuer der Magie" von Jennifer Estep ist der erste Band einer neuen Fantasy-Reihe und erschien am 5. Oktober im ivi-Verlag. Das Buch hat 353 Seiten und kostet in der broschierten Ausgabe 14,99 €. Kaufen könnt ihr das Buch bei ivi oder amazon.de.
Ich habe im Vorfeld viele gute Dinge über "Black Blade" gehört und gelesen, daher waren die Erwartungen, die ich an das Buch hatte, recht hoch.

Die Geschichte beginnt relativ rasant, während man Lila auf eine ihrer Diebestouren begleitet. Schnell wird klar, dass sie eine sehr toughe und mutige Protagonistin ist - zunächst scheint sie ein wenig selbstverliebt und egoistisch, doch man bemerkt relativ schnell, dass dies nur eine Fassade ist, die Lila über Jahre hinweg aufgebaut hat.
Es wird erzählt, dass sie vor vielen Jahren den Tod ihrer Mutter mit angesehen hat - mehr erfährt der Leser zunächst aber nicht über ihr Schicksal.

Während die Geschichte weiter verlief, stellten die Umstände des Todes von Lilas Mutter einen nebensächlichen Handlungsstrang dar, man erfuhr gelegentlich neues, sodass man selbst begann mitzurätseln, was wohl passiert war.
Obwohl dieser Todesfall nur eine Nebenhandlung darstellt, war ich ziemlich gefesselt davon und wollte unbedingt wissen, was der Mutter unserer Protagonistin zugestoßen war und wie die Geschehnisse von damals mit dem gegenwärtigen Handlungsstrang zusammenhängen.

Auch der kann sich nämlich sehen lassen: Nachdem sie einen Mordanschlag auf Devon Sinclair, den Sohn des mächtigen Familienoberhauptes der Sinclairs verhindert, wird sie als dessen neue Leibwächterin engagiert und muss sich plötzlich in der höheren Schicht wiederfinden, und nebenbei auch noch herausfinden, wer Devon tot sehen möchte.

Nebenbei darf natürlich auch eine Liebesgeschichte nicht fehlen, jedoch wurde diese nicht so penetrant in den Vordergrund gedrängt wie bei manch anderen Jugendbüchern, was ich persönlich sehr genossen habe.
So konnte das Buch genau die richtige Mischung aus Action, Spannung und Liebe bieten.

Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen,
jeder scheint bis ins Detail ausgearbeitet zu sein und weisen Ecken und Kanten anstatt einer glatten Oberfläche auf, wodurch die Geschichte noch greifbarer wirkt als ohnehin schon.
Das besondere an diesem Buch ist nämlich das Worldbuilding: Magier, Monster und andere Geschöpfe leben gemeinsam mit ganz normalen Menschen, wobei die Magier und die Menschen um die Macht kämpfen. Dieses Thema wurde leider nur sehr am Rande angeschnitten, daher hoff ich, dass wir im zweiten Band mehr darüber erfahren werden.

Das einzige, was ich etwas schade fand, war, dass "Black Blade" dem Buch "Spinnenkuss" von derselben Autorin meiner Meinung nach enorm geähnelt hat. Es war fast, als lese man eine ähnliche Geschichte noch einmal, nur mit jugendlichen Charakteren, weniger blutigen Kämpfen und nicht ganz so detaillierten romantischen Szenen. 
Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen, wer also "Spinnenkuss" mochte, sollte sich dieses Buch unbedingt mal näher anschauen - ich denke, dass es durchaus auch von Lesern des Erwachsenen-Fantasy-Genres gelesen werden kann. 

Jennifer Esteps Schreibstil lässt sich flüssig lesen, wodurch das Buch trotz der kleinen Schrift schnell verschlungen werden kann. 
Durch die besondere Welt und die tollen Charaktere wird das Buch zu einem Leseerlebnis, das sich Fantasy-Fans keineswegs entgehen lassen sollten!

Ich gebe "Black Blade - Das eisige Feuer der Magie" 4 von 5 Schwalben.


Alles Liebe,
Laura

Kommentare:

  1. Huhu Laura =)
    Schöne Rezension!
    Ich habe das Buch auch erst letztens gelesen und finde es so super! *.*
    Bei mir werden's wohl sogar 4,5/5 geben ;)
    Deine Kritik, dass es ihren anderen Büchern ähnelt, stimme ich dir aber voll und ganz zu. Diese Parallelen haben mich auch gestört^^

    LG ♥
    Anna

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    1. Hey Anna,
      Danke für deinen Kommentar! :)
      Da bin ich ja beruhigt dass nicht nur mir diese Parallelen aufgefallen sind. ;)

      Alles Liebe,
      Laura

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