Sonntag, 8. November 2015

Der Kampf um's Überleben - Drei Jugendbücher im Vergleich

       Wer liebt sie nicht?
Packende, mitreißende Geschichten über Leben und Tod.
Toughe Protagonisten, blutige Kämpe und dunkle Atmosphäre.

Mittlerweile erfreuen sich "Survival-Bücher", wie ich sie gern nenne, einer großen Beliebtheit, vor allem im Genre Jugendbücher.
Heute möchte ich euch drei solcher vorstellen und sie miteinander vergleichen.

Mit dabei sind eine Dystopie, die beinahe schon Kultstatus erreicht hat, ein polarisierendes Gegenstück und ein japanischer Science Fiction-Roman. Jedes der Bücher spielt in einer Arena, in der sich Jugendliche bis auf den Tod bekämpfen müssen. Hierbei kann die Arena ein kleines Territorium, eine Insel oder auch die ganze Welt sein. 



 Wer meinen Blog oder meine Instagram-Seite gut kennt, der wird wissen, dass ich kein allzu großer Fan von James Freys Roman "Endgame - Die Auserwähten" war. 
Schon wenn man mich fragt, worum es bei "Endgame" überhaupt geht, gerate ich ins Stottern. Drücken wir es so aus: Es geht um einen Überlebenskampf a la Panem, bei dem zwölf Jugendliche unterschiedlicher Nationalität und unterschiedlichen Alters, die einander töten müssen, bis es nur noch einen Überlebenden gibt. Zudem gibt es während des Spiels noch drei Schlüssel zu finden, die einem beim Sieg von Endgame helfen sollen. Sofern ich es richtig verstanden habe, überlebt nur die Fehde des Siegers. Veranstaltet wird der ganze Zirkus anscheinend von einem Alien, der auf den klangvollen Namen kepler22b hört. 
Und so kommen wir auch zu meinen größten Problem mit dem Buch - Verwirrende Handlungsstränge, unsympathische Protagonisten, von denen einige omnipräsent sind, andere in den Hintergrund rücken und abgehackert Schreibstil. 
Ich hatte wirklich große Erwartungen, die leider nicht erfüllt wurden. Ich konnte mich mit dem außergewöhnlichen Schreibstil und der unnötig detailreich ausgeführter Gewalt einfach nicht anfreunden. Hier mal mein "Lieblingsbeispiel" aus dem Buch: "Die Haut an der linken Seite seines Kopfes sieht aus, wie geriebener Käse und sein Ohr ist weitgehend abgetrennt."
Ich bin zwar ein Freund von ausführlichen Beschreibungen, aber so etwas geht mir dann doch zu weit. Mir war das Buch einfach zu konfus, brutal und nervig. Trotz Allem werde ich dem zweiten Band der Trilogie eine Chance geben, denn ich habe schon von vielen Lesern gehört, dass der zweite Band um einiges besser sein soll als der Erste. Ob das wirklich so sein wird? Ich bezweifle es. Aber trotzdem muss ich weiterlesen - Denn obwohl mir das Buch gar nicht gefallen hat, möchte ich trotzdem wissen, wie es mit den Charakteren weitergeht. Zudem ließ sich das Buch trotz seiner hohen Seitenanzahl und dem gegeben Nerv-Faktor schnell lesen und war spannend. 
Ich habe "Endgame" 2 von 5 Schwalben gegeben - Für mich leider eine klare Ent-phelung. 



 Gut, ich gebe es zu, es ist vielleicht nicht unbedingt nötig, "Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele" in diesem Post zu erwähnen. Aber da die Panem-Rehe für mich nun einmal das Non Plus Ultra (wie zur Hölle schreibt man das?) des Jugendbuch-Genres ist und wahrscheinlich auch immer bleiben wird, konnte ich nicht widerstehen. 
In dieser Dystopie geht es um das Amerika der Zukunft, in dem jedes Jahr aus jede der zwölf Distrikte ein Junge und ein Mädchen im Alter von 12 bis 18 Jahren ausgelost werden. Diese Tribute werden zusammen in eine Arena gesteckt, in der sie einander bekämpfen müssen, um an den Aufstand des früheren dreizehnten Distrikts zu erinnern und Panems Bewohner zu ermahnen. Ihr merkt es vielleicht schon, das war mein erster Pluspunkt - Es gab einen klaren, einleuchtenden Grund für diese Spiele. Dazu kommt, dass die Charaktere in dieser Reihe wahnsinnig toll sind. Die Protagonistin Katniss entwickelt sich immer weiter und kämpft im Laufe der Reihe für die Freiheit und gegen die Spiele. Dabei begleiten sie einige Nebencharaktere, die ebenfalls toll ausgearbeitet sind. Die Reihe steckt voller überraschender Wendungen und traurigen Stellen, an denen mir nicht selten die Tränen kamen. "Tödliche Spiele" gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern und ich kann es jedem bedingungslos empfehlen - Ich habe dem Buch 5 von 5 Schwalben gegeben. 


 Kommen wir zum wohl unbekanntesten Buch in diesem Post - "Battle Royale" von Koshun Takami. Hier geht es um ein futuristisches Japan, in dem jedes Jahr per Zufallsgenerator eine neunte Klasse ausgelost wird. Die Klasse wird auf eine Insel gebracht. Dort müssen sich die Jugendlichen innerhalb von drei Tagen gegenseitig umbringen - sollten mehr als eine Person überleben, müssen alle Übrigen sterben. 
Warum das so ist? Keine Ahnung. 
Während der ganzen Geschichte, die immerhin rund sechshundert Seiten umfasst, wird nicht ein einziges Mal aufgeklärt, warum die Jugendlichen sich überhaupt gegenseitig töten sollen.
Ich habe von vielen Leuten gehört, dass Panem angeblich eine Kopie von Battle Royale sei, und auch auf der Rückseite des Buches steht:
 "Battle Royale macht da weiter, wo die Tribute von Panem" aufgehört haben. Über diesen Vergleich kann ich persönlich nur lachen, wenn überhaupt, ist es wohl eher umgekehrt. "Battle Royale" gehört zu den miesesten Büchern, die ich je gelesen habe - Noch stumpfere Gewalt als bei "Endgame" (Ja, das ist möglich"), unsinnige Storyline und schwache Plot Twists. Das einzige, was ich an dem Buch mochte, waren die Charaktere und das Cover - Aber dafür lohnt sich dieses Buch wirklich nicht. Die Verfilmung von "Battle Royale" ist übrigens, obwohl der Roman als Jugendbuch beworben wird, ab 18 Jahren frei gegeben und steht bei uns in Deutschland auf dem Index. Es gibt wohl auch noch einen zweiten Teil, der aber Gott sei Dank nicht übersetzt wurde. Ich kann euch wirklich nur abraten, dieses Buch zu kaufen - Von mir hat es gerade einmal 1 von 5 Schwalben bekommen. 


Falls ihr auf der Suche nach einem spannenden Jugendbuch seit, kann ich euch "Die Tribute von Panem" also bedingungslos empfehlen - wobei dieses Buch wahrscheinlich schon so gut wie jeder gelesen hat.
"Endgame" ist etwas schwieriger zu deklarieren, ich würde euch empfehlen, in das Buch reinzulesen und zu schauen, ob euch der Stil von James Frey gefällt der nicht. 
Von "Battle Royale" hingegen kann ich euch nur abraten - Es ist mir wirklich schleierhaft, wie jemand dieses Buch mögen kann. 

Kennt ihr schon eines der Bücher?
Wenn ja, wie haben sie euch gefallen?
Ich würde mich freuen, wenn ihr mir eure Gedanken zu diesem Post schreiben würdet.

Alles Liebe,
Laura

Kommentare:

  1. Hallo Laura! :)

    Ich finde diesen Post und die Idee dahinter richtig richtig genial. Hast dir da was tolles einfallen lassen. Ich liebe ja Endgame, und finde dieses absolut krasse brutale Ding richtig genial. Aber Band 2 ist wirklich geordneter und man weiß eher wo Oben und Unten ist. Außerdem erfährt man auch den vermeintlichen Grund für Endgame und der ist echt extrem Plot Twist würdig!
    Wie gesagt, tolle Idee zu diesem Post! :)

    Liebe Grüße! O:)

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    1. Hallo Marius,
      Das freut mich! :)

      Alles Liebe,
      Laura

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