Montag, 26. Oktober 2015

Ein ganz besonderes Buch: "Solitaire" von Alice Oseman (Rezension)




In „Solitare“ von Alice Oseman geht es um Tori, die ein typischer Teenager in seiner Höchstform ist: pessimistisch, deprimiert, lustlos. Sie hasst ihre Mitmenschen, sie hasst die Schule, und vor allem hasst sie ihr Leben. Doch eines Tages beginnt etwas neues, großes: Solitaire. Angefangen mit harmlosen Streichen, wird Solitaire immer skrupelloser und fahrlässiger. Wer ist Solitaire? Und was möchte Solitaire erreichen?




Das Jugendbuch "Solitaire" von Alice Oseman erschien am 21. August 2015 in einer gebundenen Ausgabe im dtv-Verlag, hat 388 Seiten und kostet 16,99 €. Kaufen könnt ihr das Buch beispielsweise bei dtv oder Amazon.de.

Zunächst ist mir das Buch vor allem durch sein wunderschönes Cover aufgefallen, aber als ich dann die Inhaltsangabe gelesen habe, konnte ich nicht wirklich einschätzen, worum es in diesem Buch wirklich geht. Deshalb war meine Neugier sofort geweckt und ich brannte darauf, mehr zu erfahren.
Ich habe mich von der ersten Seite an in das Buch verliebt!
Den Schreibstil kann ich nur als lebendig beschreiben, was natürlich einen Kontrast zu unserer deprimierten Protagonistin bildet. Ich hatte sofort den Eindruck, ich wäre ein Teil der Geschichte und durch die vielen kleinen Details, wie beispielsweise Filme oder Bücher, die auch in meinem Leben eine Rolle spielen, hatte ich immer etwas zu entdecken und mich gefreut, wenn ich mich in der Handlung selbst wiederfand.
Toris Charakterentwicklung in dem Buch ist einfach fabelhaft; sie wird von einem deprimierten Mädchen zu einer jungen Frau, die das Leben schätzt und immer mehr genießt.
Ich konnte mich stets gut in sie hinein versetzen, denn nach und nach erfährt man, dass sie es nicht immer leicht gehabt hat im Leben.
Auch die Nebenchraktere wie Toris beste Freundin oder ihr Bruder haben mir sehr gefallen und die Geschichte ein wenig aufgehellt, was eine tolle Abwechslung zu den anfangs dunklen Gedanken der Protagonistin war.
Auch den Humor in dem Buch fand ich toll.
Ich konnte mich, wie bereits erwähnt, oft selbst in der Geschichte wieder finden und habe aufgrund des sarkastischen Humors einige Male lachen müssen.
Diese Mischung aus Humor und Ernsthaftigkeit funktioniert nicht immer, doch die Autorin hat beides gut miteinander verbunden.
Die Sache mit Solitaire, die wohl eigentlich den hauptsächlichen Handlungsstrang einnehmen sollte, war für mich eher eine nette Nebenhandlung. Dennoch fand ich es sehr interessant, wie alles immer mehr außer Kontrolle geriet, bis es auf den letzten Seiten sogar richtig spannend wurde, womit ich nie gerechnet hatte!

Solitaire“ ist ein tolle Debut-Roman, den ich jedem nur empfehlen kann!
Es ist ein unglaublich vielfältiges und tiefgründiges Buch.
Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass der Ein oder Andere ein Problem mit der Protagonistin und der Handlung haben könnte, weswegen ich empfehlen würde, erst einmal die Leseprobe oder die ersten paar Seiten des Buches zu lesen, damit man ein Gefühl für den eigenwilligen Stil des Buches bekommt, bevor man es kauft.
Ich gebe dem Buch 5 von 5 Schwalben und hoffe, bald mehr von Alice Oseman lesen zu können.
Vielen Dank...
An die Thalia-Buchhandlung in Hamburg. Dort bin ich als junger Buchprofi aktiv und habe dieses Buch zur Verfügung gestellt bekommen. Mehr Informationen findet ihr hier.

 Alles Liebe,
Laura

Kommentare:

  1. Hey Laura :)
    Tolle Rezi! Ich kann die ganzen anderen Negativ-Rezensenten gar nicht verstehen x/
    Deine Punkte sind echt gut nach zu vollziehen, und ich mag das Buch ja auch super gern =)

    LG ♥
    Anna

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  2. Ich kann dich total verstehen, das Buch ist klasse!

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