Montag, 1. Juni 2015

Tödlicher Wettkampf: "Endgame - Die Auserwählten" von James Frey (Rezension)

ENDGAME. Zwölf Meteoriten. Zwölf Spieler. Nur einer kommt durch. Als zwölf Meteoriten nahezu gleichzeitig an unterschiedlichen Orten auf der Erde einschlagen, gibt es keinen Zweifel mehr: ENDGAME hat begonnen. Jeder Meteorit überbringt eine Nachricht, die die zwölf Spieler entschlüsseln müssen und die sie schließlich an einem geheimnisvollen Ort zusammenführt. Dort stehen sie ihren Gegnern erstmals gegenüber. Ein Wettkampf auf Leben und Tod und eine Jagd um den ganzen Globus. Die Spieler müssen zu allem bereit sein. Wird Arroganz Bescheidenheit schlagen? Klugheit Stärke übertreffen? Wird Gnadenlosigkeit am Ende siegen? Schönheit von Nutzen sein? Muss man ein guter Mensch sein, um zu überleben? ENDGAME wird es zeigen. Aber nur wer die Hinweise richtig deutet und die drei Schlüssel findet, geht als Sieger hervor. Und nur seine Linie wird überleben, wenn die gesamte                                                                                        Menschheit vernichtet wird...    




      "Endgame - Die Auserwählten" von James Frey ist der erste Band einer neuen Endzeit-Trilogie, hat 592 und erschien am 7. Oktober 2014 im Oetinger-Verlag.  Das Buch ist als gebundene Ausgabe                              für 19,99 € erhältlich.                           
"Endgame - Die Auserwählten" fällt natürlich vor allem durch sein wunderschönes Cover auf, das golden glänzt. Der Klappentext erinnert an "Die Tribute von Panem", eine meiner Lieblings-Reihen, weshalb ich mir das Buch auch gekauft habe. Ich hatte hohe Erwartungen - Nicht nur wegen den beiden eben genannten Punkten, sondern auch, weil es extrem gehyped wurde. 
Ich habe mich total gefreut, als ich mit dem Lesen anfing, und musste schnell feststellen, dass Verwirrung vorprogrammiert war. Wie im Klappentext beschrieben gibt es bei "Endgame" zwölf Spieler, und dementsprechend ist jedes Kapitel aus einer anderen Sicht geschrieben. Die Kapitel selbst sind meist sehr kurz, was ich aber nicht schlimm finde, weil man das Buch dadurch schnell und flüssig lesen kann. Leider hat James Frey, meiner Meinung nach, einen sehr abgehackten Beispiel. Immer wieder kurze, abgehackte Sätze ohne Komma, leider auch mit (teilweise offensichtlich beabsichtigen, aber dennoch nervigen) Wortwiederholungen. Teilweise konnte man eine ganze halbe Seite überspringen, weil man wusste, dass immer wieder dasselbe Wort dort steht. Damit hat man zwar die Eigenarten der Spiel gut zum Ausdruck gebracht, meiner Meinung nach war es aber ein bisschen zu viel des Guten. 

Zu den Charakteren; am Anfang habe ich erwartet, viele verschiedene Charaktere bestaunen zu können, eine Vielfalt an Persönlichkeiten. Abgesehen von ein paar Eigenarten gleichen sich fast alle Spieler aber wie ein Ei dem anderen. Ich konnte nur einen einzigen Charakter ausfindig machen, den ich sympathisch fand. Denn alle Spieler haben ihr ganzes Leben lang für Endgame trainiert und sind dementsprechend natürlich superintelligente, megatalentierte und steinreiche Killermaschinen. Ist klar.

Das Buch ließ sich zwar schnell und flüssig lesen und war spannend, dennoch war es für mich ein Flop. Ich denke, entweder man liebt oder man hasst "Endgame", jeder, der sich dafür interessiert, sollte es lesen. Denn es gibt bestimmt auch Menschen, denen James Freys außergewöhnlicher Schreibstil gefällt. 

"Endgame - Die Auserwählten" ist der erste Band einer Trilogie, das Buch endet sehr offen. 
Obwohl mir das Buch nicht sonderlich gut gefallen hat, und ich alles in allem nur 2 von 5 Schwalben vergebe,
werde ich mir den zweiten Band "Endgame - Die Hoffnung", der im Oktober erscheinen wird, kaufen. Ich möchte einfach wissen, wie es weitergeht. Ein Widerspruch an sich, ich weiß. Aber es ist eine Art Hass-Liebe. 



Habt ihr "Endgame" gelesen? Wenn ja, wie ist eure Meinung dazu?

Alles Liebe, 
Laura

Kommentare:

  1. Hallo Laura,
    Eine schöne Rezension! Mir hat das Buch auch nicht wirklich zugesagt. Mir persönlich war es zu konfus, brutal und langweilig.
    Irgendwie ist ziemlich wenig passiert un dem Buch und, wie du schon sagtest, sind die "Spieler" sehr gleich und auch gleich langweilig.
    Ich habe mich, nachdem ich das Buch beendet habe, wirklich sehr um das verschwendete Geld geärgert. Ich konnte es zwar jetzt vertauschen, aber trotzdem ist es etwas, was mich ärgert.

    Ich will mir zwar auch die Fortsetzung durchlesen, aber kaufen werde ich es wohl nicht! Ich will diesem künstlich generierten Hype und den (wirklich sehr) unsympatischen Autor nicht unterstützen. Ich werde wohl einfach darauf warten, dass unsere Büchereien das Buch haben und leihe es mir dort aus. (Lies dir mal den Wikipedia-Artikel zu ihm durch. Da wird er einem direkt noch unsympatischer. Wie viel an den ganzen Anschuldigungen dran ist, weiß ich nicht, aber das macht es ja leider nicht besser. https://de.wikipedia.org/wiki/James_Frey)

    Liebe Grüße,
    Lena von Tiny Hedgehog

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    1. Hallo Lena,
      danke für deinen Kommentar! :)
      Ich habe mir gerade die Wikipedia-Seite des Autoren angesehen und bin echt... schockiert?
      Was soll man dazu noch sagen?
      Ich finde es krass, wie man sich selbst so verkaufen und im Endeffekt auch belügen kann,
      nur um Erfolg zu bekommen...

      Liebe Grüße,
      Laura

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